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Watt-Modus bei E-Zigaretten – Leistung richtig einstellen
Der Watt-Modus, häufig auch Power-Modus oder Variable Wattage (VW) genannt, ist ein verbreiteter Betriebsmodus geregelter E-Zigaretten und Akkuträger. Dabei stellen Sie die gewünschte Ausgangsleistung in Watt (W) ein. Die Elektronik des Geräts regelt anschließend die Leistungsabgabe an die verwendete Coil innerhalb der technischen Grenzen des Systems.
Im Watt-Modus geben Sie vor, mit welcher elektrischen Leistung die Coil betrieben werden soll. Der Akkuträger misst unter anderem den Widerstand und regelt Spannung und Strom entsprechend, um die eingestellte Leistung innerhalb seiner technischen Möglichkeiten bereitzustellen.
Was bedeutet Watt bei einer E-Zigarette?
Watt (W) ist die Einheit der elektrischen Leistung. Bei einer E-Zigarette beschreibt die Wattzahl vereinfacht, mit welcher elektrischen Leistung die Coil betrieben wird.
Fließt Strom durch den Widerstand der Coil, wird elektrische Energie in Wärme umgewandelt. Dadurch erhitzt sich die Coil und das von der Watte zugeführte E-Liquid wird verdampft beziehungsweise in ein Aerosol überführt.
Die Wattzahl beeinflusst damit unter anderem, wie schnell und stark sich eine Coil erwärmt. Welche Leistung geeignet ist, hängt jedoch von der Konstruktion der jeweiligen Coil und des Verdampfers ab.
Wie funktioniert der Watt-Modus?
Bei einem geregelten Akkuträger wird die Leistung nicht einfach direkt von der Akkuspannung bestimmt. Zwischen Akku und Coil befindet sich eine elektronische Regelung.
Stellen Sie beispielsweise eine bestimmte Wattzahl ein, versucht die Elektronik, diese Ausgangsleistung an der angeschlossenen Coil bereitzustellen. Dazu werden die elektrischen Größen entsprechend geregelt.
Der Akkuträger erkennt beziehungsweise misst den elektrischen Widerstand.
Sie wählen eine zur Coil passende Ausgangsleistung.
Der Akkuträger regelt die elektrische Leistungsabgabe entsprechend.
Die richtige Wattzahl für die Coil
Bei Fertigcoils geben Hersteller häufig einen empfohlenen Leistungsbereich an. Dieser kann beispielsweise direkt auf der Coil, der Verpackung oder in den technischen Produktangaben zu finden sein.
Dieser Bereich sollte bei der Einstellung des Watt-Modus beachtet werden. Er ist auf die Konstruktion der jeweiligen Coil abgestimmt und deshalb aussagekräftiger als allgemeine Watt-Empfehlungen.
Betreiben Sie eine Fertigcoil innerhalb des dafür vorgesehenen Leistungsbereichs. Eine zu hohe Leistung kann zu Überhitzung, unzureichender Liquidversorgung und einem verbrannten Geschmack führen.
Mit niedriger Leistung beginnen
Bei einer neuen Fertigcoil kann es sinnvoll sein, zunächst im unteren Bereich der Herstellerempfehlung zu beginnen und die Leistung bei Bedarf schrittweise innerhalb des angegebenen Bereichs anzupassen.
So lässt sich eine Einstellung finden, die zur verwendeten Coil, zum Verdampfer und zum persönlichen Zugverhalten passt, ohne die vorgegebenen Leistungsgrenzen zu überschreiten.
Was verändert eine höhere Wattzahl?
Wird die Leistung erhöht, steht der Coil mehr elektrische Leistung zur Verfügung. Dadurch kann sie sich schneller beziehungsweise stärker erwärmen. Wie deutlich sich dies auf das Dampferlebnis auswirkt, hängt von Aufbau und Masse der Coil, Liquidversorgung, Airflow und weiteren Faktoren ab.
| Veränderung | Mögliche Auswirkung |
|---|---|
| höhere Leistung | Coil kann schneller beziehungsweise stärker erwärmt werden |
| Wärmeentwicklung | Aerosol kann je nach Setup wärmer wahrgenommen werden |
| Liquidverbrauch | kann bei höherer Leistung und entsprechendem Setup zunehmen |
| Energiebedarf | höhere Ausgangsleistung beansprucht die Stromversorgung stärker |
Entscheidend ist, dass Leistung, Coil, Liquidversorgung und Airflow sinnvoll zusammenarbeiten.
Watt und Widerstand: Wie hängen sie zusammen?
Der elektrische Widerstand einer Coil wird in Ohm (Ω) angegeben. Watt beschreibt dagegen die elektrische Leistung. Beide Größen hängen über Spannung und Stromstärke miteinander zusammen.
Bei einem geregelten Akkuträger müssen Sie daraus normalerweise nicht selbst die erforderliche Spannung berechnen. Die Elektronik berücksichtigt den gemessenen Widerstand und regelt die Ausgangsgrößen entsprechend der eingestellten Leistung.
Ohmsches Gesetz: U = R × I
P = Leistung in Watt, U = Spannung in Volt, I = Stromstärke in Ampere, R = Widerstand in Ohm
Niedriger Widerstand bedeutet nicht automatisch mehr Watt
Gerade bei geregelten E-Zigaretten sollte der Widerstand nicht isoliert betrachtet werden. Zwei unterschiedliche Coils können beispielsweise denselben Widerstand besitzen und trotzdem für unterschiedliche Leistungsbereiche ausgelegt sein.
Entscheidend sind unter anderem Material, Aufbau, Oberfläche und Masse der Coil sowie die vorgesehene Liquid- und Luftversorgung. Der Ohm-Wert allein verrät daher nicht, welche Wattzahl optimal ist.
Watt-Modus bei Fertigcoils und Selbstwicklern
Orientieren Sie sich am vom Coil-Hersteller angegebenen Leistungsbereich und passen Sie die Wattzahl innerhalb dieses Bereichs an.
Bei selbstgebauten Wicklungen gibt es nicht automatisch einen aufgedruckten Leistungsbereich. Aufbau, Material, Widerstand, Liquidversorgung und Airflow müssen entsprechend berücksichtigt werden.
Watt-Modus bei MTL, RDL und DL
Der Watt-Modus ist nicht auf eine bestimmte Zugtechnik beschränkt. Er kann bei MTL, RDL und DL eingesetzt werden, sofern das jeweilige Gerät und die verwendete Coil dafür ausgelegt sind.
Typische Leistungsbereiche können sich zwischen unterschiedlichen Verdampfern und Coils stark unterscheiden. Deshalb ist eine pauschale Zuordnung wie „MTL benötigt X Watt“ oder „DL beginnt ab Y Watt“ nicht sinnvoll.
Maßgeblich sind die technischen Anforderungen des konkreten Setups und bei Fertigcoils insbesondere die Herstellerangaben.
Bleibt die eingestellte Wattzahl immer konstant?
Ein geregelter Akkuträger ist darauf ausgelegt, die eingestellte Ausgangsleistung innerhalb seiner technischen Möglichkeiten bereitzustellen. Dazu kann die Elektronik ihre Ausgangsspannung entsprechend anpassen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die eingestellte Leistung unter allen Bedingungen uneingeschränkt zur Verfügung steht. Akkuspannung, maximaler Ausgangsstrom, unterstützter Widerstandsbereich, Temperaturgrenzen und weitere Schutzmechanismen können die Leistungsabgabe begrenzen.
Kann ein Akkuträger die gewünschte Leistung mit dem angeschlossenen Verdampfer oder dem aktuellen Zustand der Stromversorgung nicht sicher bereitstellen, kann die Elektronik die Leistung begrenzen oder den Betrieb unterbrechen.
Watt an der Coil ist nicht gleich Akkustrom
Bei einem geregelten Akkuträger sollte zwischen der Ausgangsseite zur Coil und der Akkuseite unterschieden werden. Die Elektronik befindet sich zwischen beiden Seiten und wandelt beziehungsweise regelt Spannung und Strom.
Deshalb lässt sich die Belastung einer Akkuzelle nicht allein aus dem Coil-Widerstand ableiten. Für die Akkubelastung spielen unter anderem eingestellte Leistung, Akkuspannung, Wirkungsgrad der Elektronik sowie Anzahl und Verschaltung der Akkuzellen eine Rolle.
Watt-Modus richtig einstellen
Widerstand und angegebenen Leistungsbereich kontrollieren.
Bei Fertigcoils zunächst im unteren Bereich der Herstellerempfehlung starten.
Leistung bei Bedarf schrittweise innerhalb des vorgesehenen Bereichs verändern.
Herstellerangaben von Coil, Verdampfer und Akkuträger einhalten.
Entscheidend ist nicht die höchstmögliche Wattzahl, sondern eine Leistung, die zur verwendeten Coil, zum Verdampfer und zu den Herstellerangaben passt.
