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Akkuzellen richtig auswählen – Kapazität & Belastbarkeit verstehen

Die richtige Akkuzelle für eine E-Zigarette wird nicht allein anhand ihrer Kapazität ausgewählt. Baugröße, Zelltyp, Strombelastbarkeit und die Anforderungen des verwendeten Akkuträgers müssen zusammenpassen. Besonders bei wechselbaren Lithium-Ionen-Akkus sollten Sie deshalb genau auf die Spezifikationen von Gerät und Akkuzelle achten.

Die passende Akkuzelle muss zum Gerät passen

Eine hohe Kapazität in mAh macht eine Akkuzelle nicht automatisch zur besten Wahl. Entscheidend ist, dass die Zelle für die Anforderungen und die auftretende Belastung des verwendeten Akkuträgers geeignet ist.

Welche Akkuzelle passt zu meiner E-Zigarette?

Bei der Auswahl einer wechselbaren Akkuzelle sollten mehrere technische Eigenschaften gemeinsam betrachtet werden. Ausgangspunkt sind immer die Vorgaben des Geräteherstellers.

EigenschaftBedeutung
Baugröße Die Akkuzelle muss mechanisch für den Akkuträger vorgesehen sein.
Kapazität (mAh) Beschreibt die elektrische Ladungsmenge der Akkuzelle.
Strombelastbarkeit (A) Gibt an, innerhalb welcher spezifizierten Belastung die Akkuzelle betrieben werden darf.
Zelltyp / Spezifikation Muss für den vorgesehenen Einsatz und den verwendeten Akkuträger geeignet sein.

Die richtige Baugröße auswählen

Wechselbare Akkuzellen werden in verschiedenen Baugrößen angeboten. Welche davon verwendet werden darf, gibt der Hersteller des Akkuträgers vor. Eine häufig anzutreffende Baugröße ist beispielsweise 18650; je nach Gerät kommen auch andere Formate zum Einsatz.

Wichtig:
Dass eine Akkuzelle mechanisch in ein Gerät passt, bedeutet noch nicht automatisch, dass sie auch elektrisch für dessen Anforderungen geeignet ist.

Kapazität: Was bedeutet mAh?

Die Akkukapazität wird üblicherweise in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Sie beschreibt die elektrische Ladungsmenge einer Akkuzelle.

Unter vergleichbaren Bedingungen kann eine höhere Kapazität zu einer längeren Nutzungsdauer zwischen den Ladevorgängen beitragen. Aus der mAh-Angabe allein lässt sich jedoch weder die tatsächliche Laufzeit einer E-Zigarette noch die zulässige Belastung der Akkuzelle ableiten.

Strombelastbarkeit: Was bedeutet Ampere?

Neben der Kapazität ist bei wechselbaren Akkuzellen die zulässige Strombelastbarkeit relevant. Die Stromstärke wird in Ampere (A) angegeben.

Die Akkuzelle muss für die Belastung geeignet sein, die im jeweiligen Gerät auftreten kann. Dabei sollten verlässliche Herstellerangaben zugrunde gelegt und die spezifizierten Belastungsgrenzen nicht überschritten werden.

Viele mAh bedeuten nicht automatisch hohe Strombelastbarkeit.
Kapazität und Belastbarkeit sind unterschiedliche Eigenschaften einer Akkuzelle.

Kapazität und Belastbarkeit richtig einordnen

Bei der Auswahl geht es deshalb nicht darum, grundsätzlich die Akkuzelle mit der höchsten mAh- oder Ampere-Angabe zu wählen. Entscheidend ist eine für das Gerät geeignete Kombination aus Kapazität und Belastbarkeit.

Kapazität mAh

Beschreibt die elektrische Ladungsmenge und ist damit ein Faktor für die mögliche Laufzeit.

Belastbarkeit Ampere

Ist für die Frage relevant, welcher Strombelastung die Akkuzelle innerhalb ihrer Spezifikation ausgesetzt werden darf.

Akkuzellen bei geregelten Akkuträgern

Ein geregelter Akkuträger besitzt eine Elektronik, die die vom Nutzer eingestellte Ausgangsleistung bereitstellt. Dabei muss zwischen der Leistung beziehungsweise dem Strom an der Coil und der Belastung der Akkuzelle unterschieden werden.

Die Strombelastung auf der Akkuseite hängt unter anderem von der eingestellten Ausgangsleistung, der Akkuspannung, dem Wirkungsgrad der Elektronik sowie der Anzahl und Verschaltung der Akkuzellen ab.

Wattzahl nicht einfach in Ampere übersetzen:
Eine pauschale Tabelle nach dem Muster „50 Watt benötigen eine Akkuzelle mit X Ampere“ kann ohne Kenntnis des konkreten Geräts und seiner Konfiguration irreführend sein. Orientieren Sie sich deshalb an den Vorgaben des Geräteherstellers und den verlässlichen Spezifikationen der Akkuzelle.

Eine oder mehrere Akkuzellen?

Akkuträger können mit einer oder mehreren Akkuzellen arbeiten. Mehrere Zellen können je nach Konstruktion unterschiedlich verschaltet sein. Deshalb darf die maximal eingestellte Leistung nicht einfach pauschal durch die Anzahl der Akkuzellen geteilt und daraus eine universelle Ampere-Anforderung abgeleitet werden.

Beachten Sie stattdessen die Herstellerangaben des jeweiligen Akkuträgers zur Anzahl, Baugröße und erforderlichen Spezifikation der Akkuzellen.

Mehrere Akkuzellen gemeinsam verwenden

Werden in einem Akkuträger mehrere wechselbare Akkuzellen gemeinsam eingesetzt, sollten die Vorgaben des Geräteherstellers besonders sorgfältig beachtet werden.

Sind für ein Gerät zusammengehörige Zellen vorgesehen, sollten insbesondere die Herstellerhinweise zur Verwendung gleichartiger, gemeinsam genutzter Akkuzellen berücksichtigt werden.

Mechanische Akkuträger sind ein Sonderfall

Bei mechanischen Akkuträgern gibt es keine Regelungselektronik, die die Ausgangsleistung auf dieselbe Weise wie bei einem geregelten Akkuträger steuert. Hier besteht ein direkterer Zusammenhang zwischen Akkuspannung, Widerstand und Stromstärke.

Besondere Fachkenntnisse erforderlich:
Mechanische Akkuträger erfordern fundierte Kenntnisse über Akkusicherheit, Strombelastbarkeit, Widerstand und das Ohmsche Gesetz. Sie sind nicht mit der Auswahl und Verwendung von Akkuzellen in geregelten Geräten gleichzusetzen.

Vorsicht bei unrealistischen Akkuangaben

Verlassen Sie sich bei der Auswahl nicht allein auf auffällig hohe Kapazitäts- oder Belastbarkeitsangaben auf der Zellhülle. Für die Beurteilung einer Akkuzelle sind nachvollziehbare und verlässliche technische Spezifikationen entscheidend.

Kaufen Sie Akkuzellen aus einer vertrauenswürdigen Quelle und verwenden Sie keine Zellen unbekannter Herkunft oder mit unklaren technischen Angaben.

Zustand der Akkuzelle kontrollieren

Auch eine technisch passende Akkuzelle sollte nur verwendet werden, wenn sie sich in einwandfreiem Zustand befindet. Kontrollieren Sie wechselbare Akkuzellen regelmäßig auf Beschädigungen, Verformungen und Auffälligkeiten.

Besonders wichtig:
Akkuzellen mit beschädigter Isolierung, Verformungen oder anderen Auffälligkeiten sollten nicht weiter verwendet werden. Lose Zellen müssen beim Transport außerdem vor Kurzschlüssen geschützt werden.

Akkuzelle auswählen: Schritt für Schritt

1
Gerät prüfen

Vorgesehene Akkugröße und Herstelleranforderungen ermitteln.

2
Belastung beachten

Eine Akkuzelle mit geeigneter Strombelastbarkeit auswählen.

3
Kapazität vergleichen

Innerhalb der geeigneten Zellen die gewünschte Kapazität berücksichtigen.

4
Zustand kontrollieren

Nur unbeschädigte und einwandfreie Akkuzellen einsetzen.

Akkuzellen richtig auswählen – auf einen Blick
Baugröße: muss für den Akkuträger vorgesehen sein.

Kapazität: mAh beschreibt die elektrische Ladungsmenge, nicht die maximale Belastbarkeit.

Strombelastbarkeit: muss für die Anforderungen des Geräts ausreichend sein.

Mehrere Zellen: Vorgaben des Geräteherstellers zur gemeinsamen Verwendung beachten.

Herkunft: Akkuzellen mit nachvollziehbaren und verlässlichen Spezifikationen verwenden.

Zustand: beschädigte oder auffällige Akkuzellen nicht weiterverwenden.
Nicht die höchste Zahl entscheidet – sondern die passende Akkuzelle

Orientieren Sie sich an den Anforderungen Ihres Akkuträgers und verwenden Sie ausschließlich geeignete und einwandfreie Akkuzellen.