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Ampere bei E-Zigaretten – Stromstärke & Akkubelastung erklärt
Ampere (A) ist die Einheit der elektrischen Stromstärke. Bei E-Zigaretten begegnet Ihnen Ampere unter anderem beim Strom durch eine Coil und bei den Belastungsgrenzen von Akkuzellen. Zusammen mit Volt, Ohm und Watt gehört die Stromstärke zu den grundlegenden elektrischen Größen. Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Coil-Strom und Akku-Strom: Bei einem geregelten Akkuträger sind diese beiden Werte nicht automatisch identisch.
Ampere ist die Einheit der elektrischen Stromstärke. Die Stromstärke beschreibt, wie viel elektrische Ladung pro Zeit durch einen Leiter beziehungsweise Stromkreis fließt. Bei E-Zigaretten spielt sie sowohl auf der Coilseite als auch bei der Belastung der verwendeten Akkuzellen eine Rolle.
Was bedeutet Ampere?
Ampere ist die Maßeinheit der elektrischen Stromstärke und wird mit A abgekürzt. Das Formelzeichen der Stromstärke lautet I.
Vereinfacht beschreibt die Stromstärke, wie viel elektrische Ladung innerhalb einer bestimmten Zeit durch einen Leiter beziehungsweise einen betrachteten Teil eines Stromkreises fließt.
Die Einheit der Stromstärke ist Ampere (A).
Was bedeutet Ampere bei einer E-Zigarette?
Wird eine E-Zigarette aktiviert, fließt in ihrem elektrischen System Strom. Die Coil wird dadurch elektrisch betrieben und erwärmt sich. Das vom Dochtmaterial zugeführte E-Liquid wird erhitzt und es entsteht ein Aerosol.
Wie groß die Stromstärke ist, hängt vom betrachteten Teil des elektrischen Systems und den dort vorliegenden elektrischen Größen ab.
Genau deshalb sollte bei E-Zigaretten nicht einfach nur von „dem Ampere-Wert“ gesprochen werden. Je nach Zusammenhang kann beispielsweise der Strom durch die Coil oder der Strom auf der Akkuseite gemeint sein.
Coil-Strom und Akku-Strom sind nicht dasselbe
Dieser Unterschied ist besonders bei geregelten Akkuträgern wichtig. Zwischen Akku und Coil befindet sich dort eine Leistungselektronik, die Spannung und Strom entsprechend der benötigten Ausgangsleistung innerhalb ihrer technischen Grenzen umwandeln beziehungsweise regeln kann.
Bei einem geregelten Akkuträger müssen Ausgangsseite und Akkuseite getrennt betrachtet werden.
Eine Berechnung des Stroms durch die Coil darf deshalb bei einem geregelten Gerät nicht einfach als Entladestrom einer einzelnen Akkuzelle interpretiert werden.
Wie hängen Ampere, Volt und Ohm zusammen?
Spannung, Stromstärke und Widerstand stehen über das Ohmsche Gesetz miteinander in Beziehung.
U = Spannung in Volt (V)
R = Widerstand in Ohm (Ω)
I = Stromstärke in Ampere (A)
Soll die Stromstärke in einem entsprechenden ohmschen Stromkreis berechnet werden, kann die Formel umgestellt werden:
Bei gleichbleibender Spannung führt ein kleinerer ohmscher Widerstand damit zu einer größeren Stromstärke.
Die Formel I = U ÷ R darf bei einer geregelten E-Zigarette nicht verwendet werden, um aus Coil-Widerstand und Coil-Spannung unmittelbar auf den Strom einer Akkuzelle zu schließen.
Wie hängen Ampere und Watt zusammen?
Auch Stromstärke und elektrische Leistung stehen miteinander in Beziehung. Die grundlegende Leistungsformel lautet:
P = Leistung in Watt (W)
U = Spannung in Volt (V)
I = Stromstärke in Ampere (A)
Ampere und Watt sind somit nicht dasselbe. Ampere beschreibt die Stromstärke, Watt die elektrische Leistung. Welche Stromstärke für eine bestimmte Leistung erforderlich ist, hängt unter anderem von der jeweiligen Spannung ab.
Ein einfaches Beispiel für die Stromstärke
Um den mathematischen Zusammenhang zu verdeutlichen, betrachten wir einen vereinfachten ohmschen Stromkreis mit 4,0 V Spannung und 1,0 Ω Widerstand.
I = 4,0 V ÷ 1,0 Ω
I = 4,0 AIn diesem vereinfachten Beispiel beträgt die Stromstärke 4 Ampere.
Das Beispiel dient ausschließlich der Erklärung des elektrischen Zusammenhangs. Es ist keine Empfehlung für eine bestimmte Coil, Akkuzelle oder E-Zigaretten-Konfiguration.
Was bedeutet der Entladestrom eines Akkus?
Akkuzellen sind für bestimmte elektrische Belastungen ausgelegt. Bei der Auswahl einer geeigneten Akkuzelle ist deshalb unter anderem die vom Hersteller spezifizierte zulässige Entladebelastung relevant.
Die kontinuierlich zulässige Entladebelastung wird häufig in Ampere angegeben. Sie beschreibt, welche Strombelastung die jeweilige Zelle unter den dafür vorgesehenen Bedingungen dauerhaft verträgt.
Kurzzeit-, Puls- oder besonders hervorgehobene Marketingwerte sollten nicht automatisch mit einer vom Zellhersteller spezifizierten kontinuierlichen Entladebelastung gleichgesetzt werden. Maßgeblich sind belastbare Herstellerangaben zur konkreten Akkuzelle.
Ampere und Milliamperestunden sind nicht dasselbe
Auf Akkus begegnen Ihnen neben Ampere häufig Angaben in Milliamperestunden (mAh). Diese beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Eigenschaften.
| Angabe | Bedeutung |
|---|---|
| Ampere (A) | Einheit der elektrischen Stromstärke |
| Milliamperestunden (mAh) | Einheit der elektrischen Ladungsmenge beziehungsweise gebräuchliche Kapazitätsangabe eines Akkus |
Ein Akku mit einer hohen mAh-Angabe besitzt deshalb nicht automatisch eine besonders hohe zulässige Strombelastbarkeit. Umgekehrt sagt eine hohe Ampere-Belastbarkeit allein nicht aus, wie lange ein Gerät mit der Zelle betrieben werden kann.
Warum mehr Ampere nicht automatisch mehr Leistung bedeutet
Die elektrische Leistung ergibt sich nicht aus der Stromstärke allein. Auch die Spannung muss berücksichtigt werden.
Das zeigt die Formel P = U × I. Eine Stromstärke von beispielsweise 5 A beschreibt daher für sich allein noch keine bestimmte Wattzahl.
Ebenso bedeutet eine Akkuzelle mit einer höheren zulässigen Entladebelastung nicht, dass eine E-Zigarette dadurch automatisch mit höherer Leistung betrieben wird. Die Belastbarkeitsangabe beschreibt eine Grenze beziehungsweise Eigenschaft der Zelle, keine automatisch abgerufene Stromstärke.
Zieht ein Gerät immer so viel Ampere, wie auf dem Akku steht?
Nein. Eine Stromangabe zur Belastbarkeit eines Akkus bedeutet nicht, dass dieser Strom ständig fließt.
Wie stark eine Akkuzelle tatsächlich belastet wird, hängt vom Gerät, dessen Betriebszustand, der angeforderten Leistung, der Akkuspannung, der Elektronik und bei Geräten mit mehreren Zellen auch von deren Verschaltung ab.
Eine Ampere-Angabe zur zulässigen Akku-Belastung beschreibt nicht, wie viel Strom das Gerät jederzeit aus dem Akku entnimmt.
Ampere bei geregelten Akkuträgern
Bei einem geregelten Akkuträger befindet sich elektronische Leistungsregelung zwischen Akku und Verdampfer. Sie wandelt elektrische Größen entsprechend der gewünschten Ausgangsleistung und der technischen Möglichkeiten des Geräts um.
Deshalb können der Ausgangsstrom an der Coil und der Strom auf der Akkuseite unterschiedlich sein.
Auf der Akkuseite spielen unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:
- eingestellte beziehungsweise angeforderte Leistung
- aktuelle Akkuspannung
- Wirkungsgrad der Leistungselektronik
- Anzahl und Verschaltung der Akkuzellen
- technische Grenzen des Akkuträgers
Warum kann der Akkustrom bei sinkender Akkuspannung steigen?
Dieser Zusammenhang ist bei geregelten Geräten besonders interessant. Soll der Akkuträger eine bestimmte Ausgangsleistung bereitstellen, muss die dafür benötigte Energie von der Akkuseite geliefert werden.
Sinkt die Akkuspannung während der Entladung, kann für eine vergleichbare Leistung ein höherer Strom auf der Akkuseite erforderlich werden. Zusätzlich entstehen Verluste in der Leistungselektronik.
Bei geregelten Geräten ist nicht automatisch der voll geladene Zustand die Situation mit der höchsten Strombelastung der Akkuzelle. Für eine sichere Beurteilung müssen das konkrete Gerät, die Leistung, die Akkuspannung und die Zellkonfiguration berücksichtigt werden.
Ampere bei mechanischen und ungeregelten E-Zigaretten
Bei einem mechanischen beziehungsweise ungeregelten System steht keine vergleichbare elektronische Leistungsregelung zwischen Spannungsquelle und Verdampfer zur Verfügung.
Hier sind die tatsächliche Schaltung, die Spannung der Spannungsquelle und der elektrische Widerstand unmittelbar für den resultierenden Strom von Bedeutung.
Widerstand, tatsächliche Schaltung, Strombelastung und Akkueignung müssen sicher beurteilt werden können. Mechanische beziehungsweise ungeregelte Geräte sind nicht für Nutzer geeignet, denen die dafür erforderlichen elektrotechnischen und akkutechnischen Kenntnisse fehlen.
Ampere bei Selbstwickelverdampfern
Beim Selbstwickeln ist der elektrische Widerstand der fertigen Wicklung eine wichtige Größe. Dieser sollte nach der Montage plausibel und stabil sein.
Der Widerstand allein reicht jedoch nicht aus, um die Sicherheit eines vollständigen Setups zu beurteilen. Zusätzlich müssen Gerätetyp, tatsächliche Schaltung, Leistung und Stromversorgung berücksichtigt werden.
Bei einem geregelten Akkuträger gelten dabei andere Zusammenhänge für die Akkuseite als bei einem mechanischen Gerät. Eine allgemeine Formel nach dem Muster „Coil-Ohm = Akku-Ampere“ gibt es nicht.
Warum die Ampere-Angabe allein keinen geeigneten Akku bestimmt
Bei der Auswahl einer Akkuzelle ist die zulässige Strombelastung wichtig, aber sie ist nicht das einzige Kriterium.
Die Zelle muss für das jeweilige Gerät vorgesehen und hinsichtlich Bauform, Zellchemie, Belastbarkeit und weiterer technischer Anforderungen geeignet sein.
Dass eine Akkuzelle mechanisch in einen Akkuträger passt, bedeutet nicht automatisch, dass sie auch elektrisch für dessen Verwendung geeignet ist.
- Vorgaben des Geräteherstellers
- belastbare Spezifikationen des Zellherstellers
- zulässige Strombelastung
- korrekte Bauform und Zelltyp
- einwandfreier Zustand von Zelle und Isolierung
Ampere, Volt, Ohm und Watt im Überblick
| Größe | Einheit | Bedeutung |
|---|---|---|
| Spannung | Volt (V) | Elektrische Potentialdifferenz |
| Stromstärke | Ampere (A) | Elektrischer Strom beziehungsweise Ladungsfluss pro Zeit |
| Widerstand | Ohm (Ω) | Elektrischer Widerstand |
| Leistung | Watt (W) | Elektrische Leistung |
Häufige Fragen zu Ampere bei E-Zigaretten
Was bedeutet Ampere bei einer E-Zigarette?
Ampere ist die Einheit der elektrischen Stromstärke. Bei E-Zigaretten spielt sie unter anderem beim Strom durch die Coil und bei der elektrischen Belastung von Akkuzellen eine Rolle.
Was ist der Unterschied zwischen Ampere und Watt?
Ampere bezeichnet die elektrische Stromstärke, Watt dagegen die elektrische Leistung. Beide Größen sind miteinander verbunden, aber nicht identisch.
Was ist der Unterschied zwischen Ampere und Volt?
Ampere ist die Einheit der Stromstärke, Volt die Einheit der elektrischen Spannung. Spannung und Stromstärke stehen unter anderem über das Ohmsche Gesetz miteinander in Beziehung.
Was ist der Unterschied zwischen Ampere und mAh?
Ampere beschreibt die elektrische Stromstärke. Milliamperestunden sind dagegen eine Einheit der elektrischen Ladungsmenge und werden bei Akkus als Kapazitätsangabe verwendet. Ein hoher mAh-Wert bedeutet daher nicht automatisch eine hohe zulässige Strombelastung.
Wie berechnet man Ampere aus Volt und Ohm?
In einem entsprechenden ohmschen Stromkreis kann die Stromstärke mit I = U ÷ R berechnet werden. Bei einem geregelten Akkuträger darf der so berechnete Coil-Strom jedoch nicht automatisch mit dem Strom einer Akkuzelle gleichgesetzt werden.
Ist mehr Ampere bei einem Akku besser?
Nicht pauschal. Eine höhere zulässige Strombelastbarkeit kann für bestimmte Anwendungen erforderlich sein, ist aber nur eine von mehreren Eigenschaften einer Akkuzelle. Entscheidend ist die Eignung für das konkrete Gerät und dessen Anforderungen.
Zieht meine E-Zigarette immer so viel Ampere, wie auf dem Akku steht?
Nein. Eine Ampere-Angabe zur Belastbarkeit beschreibt eine spezifizierte Grenze der Akkuzelle. Wie viel Strom tatsächlich fließt, hängt vom elektrischen System und seinem jeweiligen Betriebszustand ab.
Kann ich den Akkustrom mit dem Coil-Widerstand berechnen?
Bei einem geregelten Akkuträger nicht direkt. Die Leistungselektronik trennt Akku- und Ausgangsseite elektrisch hinsichtlich der dort auftretenden Spannungen und Ströme. Der Coil-Strom ist deshalb nicht automatisch der Strom einer Akkuzelle.
Warum kann der Akkustrom bei leerer werdendem Akku steigen?
Bei einem geregelten Gerät kann bei sinkender Akkuspannung für eine vergleichbare Ausgangsleistung ein höherer Strom auf der Akkuseite erforderlich sein. Zusätzlich müssen Verluste der Elektronik berücksichtigt werden.
Muss ich Ampere bei einer normalen geregelten E-Zigarette selbst berechnen?
Bei einem vollständig kompatiblen System mit fest verbautem Akku oder vom Hersteller eindeutig vorgesehenen Komponenten sind eigene Berechnungen für die normale Nutzung üblicherweise nicht erforderlich. Herstellerangaben und technische Grenzen des Geräts müssen dennoch beachtet werden.
Warum ist Ampere beim Selbstwickeln wichtig?
Beim Selbstwickeln müssen Widerstand, Gerät, Betriebsweise und Stromversorgung zusammen betrachtet werden. Besonders bei mechanischen beziehungsweise ungeregelten Systemen sind fundierte Kenntnisse über Stromstärke und sichere Akkubelastung erforderlich.
Stromstärke, Spannung, Widerstand und Leistung hängen miteinander zusammen. Bei E-Zigaretten ist deshalb nicht nur die Ampere-Zahl entscheidend, sondern auch, ob Coilseite, Akkuseite oder die Belastbarkeit einer Akkuzelle betrachtet wird.