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Tabaksteuer auf E-Liquids 2026 – Steuersatz einfach erklärt
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Tabaksteuer auf Substitute für Tabakwaren in Deutschland 0,32 Euro je Milliliter. Dazu gehören insbesondere Flüssigkeiten, die für die Verwendung in E-Zigaretten bestimmt sind. Die Steuer kann sowohl nikotinhaltige als auch nikotinfreie Produkte betreffen.
Eingeführt wurde die Besteuerung im Rahmen des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes. Seit dem 1. Juli 2022 werden sogenannte Substitute für Tabakwaren in Deutschland nach ihrem Volumen besteuert. Der Steuersatz wurde anschließend schrittweise erhöht.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie hoch die Tabaksteuer auf E-Liquids 2026 ist, welche Produkte betroffen sind und wie sich die Steuer konkret berechnen lässt.
0,32 € pro ml
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Steuer auf Substitute für Tabakwaren 0,32 Euro je Milliliter.
Warum gibt es eine Tabaksteuer auf E-Liquids?
Mit dem Tabaksteuermodernisierungsgesetz wurde die Besteuerung in Deutschland auf weitere Produktgruppen ausgeweitet. Dazu gehören die im Tabaksteuergesetz als „Substitute für Tabakwaren“ bezeichneten Erzeugnisse.
Die Besteuerung von Substituten für Tabakwaren begann am 1. Juli 2022. Anders als beispielsweise bei klassischen Zigaretten wird die Steuer bei E-Zigaretten-Flüssigkeiten nicht anhand einer Stückzahl berechnet, sondern anhand des Flüssigkeitsvolumens in Millilitern.
Welche Flüssigkeiten werden besteuert?
Das Tabaksteuergesetz spricht nicht ausschließlich von E-Liquids, sondern von Substituten für Tabakwaren. Darunter fallen andere Erzeugnisse, die zum Konsum eines mittels eines Geräts erzeugten Aerosols oder Dampfes geeignet sind.
Für den Bereich der E-Zigaretten bedeutet dies insbesondere, dass sowohl nikotinhaltige als auch nikotinfreie Substanzen steuerpflichtig sein können.
- nikotinhaltige Fertigliquids,
- nikotinfreie Fertigliquids,
- Nikotinshots und andere Nikotinlösungen,
- Basen für E-Zigaretten,
- Longfills und Shortfills sowie
- Aromen, wenn sie entsprechend als Mischkomponente für E-Zigaretten bestimmt sind.
Gerade bei Glycerin, Propylenglykol und Aromen ist die Zweckbestimmung wichtig. Solche Stoffe werden schließlich auch außerhalb des E-Zigarettenbereichs eingesetzt.
Nach den Informationen der Zollverwaltung kommt es deshalb unter anderem darauf an, wie ein Produkt am Markt angeboten, bezeichnet und verpackt wird und welche Zweckbestimmung sich daraus ergibt.
Nicht jedes beliebige Aroma, Glycerin oder Propylenglykol ist allein aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung automatisch ein steuerpflichtiges E-Zigaretten-Produkt. Entscheidend ist insbesondere die steuerrechtliche Einordnung und Zweckbestimmung des jeweiligen Erzeugnisses.
Gilt die Tabaksteuer auch für nikotinfreie Liquids?
Ja. Die Steuer auf Substitute für Tabakwaren ist nicht davon abhängig, ob eine für E-Zigaretten bestimmte Flüssigkeit Nikotin enthält.
Deshalb können sowohl nikotinhaltige als auch nikotinfreie E-Liquids steuerpflichtig sein. Gleiches gilt bei entsprechender Zweckbestimmung für nikotinfreie Mischkomponenten.
Die E-Liquid-Steuer ist keine reine „Nikotinsteuer“. Entscheidend ist die Einstufung als Substitut für Tabakwaren – nicht allein der Nikotingehalt.
Wie hat sich die Tabaksteuer auf Liquids entwickelt?
Bei Einführung der Steuer wurde bereits eine schrittweise Erhöhung beschlossen. Der Steuersatz hat sich seit Juli 2022 damit verdoppelt.
Damit hat sich die reine Verbrauchsteuer auf 10 ml einer steuerpflichtigen Flüssigkeit von 1,60 Euro im Jahr 2022 auf 3,20 Euro seit 2026 erhöht.
Wie hoch ist die Tabaksteuer auf Liquids 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Steuer 0,32 Euro je Milliliter. Dadurch lässt sich die reine Tabaksteuer für unterschiedliche Füllmengen einfach berechnen.
Beispiel: Wie viel Tabaksteuer steckt in einem 10-ml-Liquid?
Ein klassisches Fertigliquid mit einem Inhalt von 10 ml ist ein besonders anschauliches Beispiel.
Die 3,20 Euro sind dabei nicht der Verkaufspreis des Liquids, sondern ausschließlich die auf die 10 ml entfallende Tabaksteuer.
Zum Endpreis gehören darüber hinaus unter anderem der eigentliche Warenwert, Kosten und Margen innerhalb der Lieferkette sowie die Umsatzsteuer.
Beispiel: Wie hoch ist die Steuer auf ein 30-ml-Aroma?
Ist ein 30-ml-Erzeugnis steuerrechtlich als Substitut für Tabakwaren einzuordnen, ergibt sich bei einem Steuersatz von 0,32 Euro pro Milliliter:
Entscheidend ist auch hier die steuerrechtliche Einordnung. Bei Aromen spielt insbesondere die Zweckbestimmung als Mischkomponente für E-Zigaretten eine Rolle.
Warum ist ein Liter Base so stark von der Steuer betroffen?
Besonders deutlich wird die volumenbasierte Besteuerung bei großen Flüssigkeitsmengen.
Ist eine Base aufgrund ihrer Zweckbestimmung als Substitut für Tabakwaren steuerpflichtig, werden auch hier sämtliche Milliliter berücksichtigt.
Die Berechnung zeigt, warum die Einführung der Steuer insbesondere bei großvolumigen Basen erhebliche Auswirkungen auf den Verkaufspreis hatte.
Was bedeutet die Steuerbanderole auf E-Liquids?
Für Substitute für Tabakwaren werden Tabaksteuerzeichen verwendet. Umgangssprachlich wird häufig von einer Steuerbanderole gesprochen.
Die Steuerzeichen spielen im Besteuerungsverfahren eine zentrale Rolle. Zum Bezug solcher Steuerzeichen sind nach den gesetzlichen Vorgaben insbesondere Hersteller und Einführer sowie bei Substituten für Tabakwaren unter bestimmten Voraussetzungen gewerbliche Bezieher berechtigt.
Die häufig verwendete Bezeichnung „Steuerbanderole“ ist verständlich. Im Tabaksteuerrecht wird offiziell von einem Steuerzeichen gesprochen.
Was hatte es mit dem 13. Februar 2023 auf sich?
Dieses Datum findet sich noch in vielen älteren Informationen zur Liquidsteuer. Hintergrund war eine Übergangsregelung nach Einführung der Steuer.
Für bestimmte bereits vor dem 1. Juli 2022 im Handel befindliche Bestände gab es eine Übergangsfrist. Dadurch konnten entsprechende Altbestände zunächst noch ohne die neuen Steuerzeichen abverkauft werden.
Der 13. Februar 2023 war deshalb insbesondere für damals noch vorhandene unversteuerte Händlerbestände relevant. Für Verbraucher im Jahr 2026 ist dieses Datum keine aktuelle Übergangsfrist mehr, sondern Teil der Einführungsgeschichte der E-Liquid-Steuer.
Tabaksteuer und Mehrwertsteuer – was ist der Unterschied?
Tabaksteuer und Umsatzsteuer sind zwei unterschiedliche Steuerarten.
Die Tabaksteuer von 0,32 Euro je Milliliter sollte deshalb nicht mit der Umsatzsteuer verwechselt werden. Beide Abgaben wirken sich auf die Preisbildung aus, werden jedoch nach unterschiedlichen gesetzlichen Regeln berechnet.
Warum wird die Steuer pro Milliliter berechnet?
Für Substitute für Tabakwaren hat der Gesetzgeber eine mengenbezogene Besteuerung nach Millilitern festgelegt. Der Nikotingehalt ist für die Höhe dieser Steuer nicht ausschlaggebend.
Ein steuerpflichtiges nikotinfreies Liquid mit 10 ml und ein steuerpflichtiges nikotinhaltiges Liquid mit 10 ml unterliegen daher grundsätzlich demselben volumenbezogenen Steuersatz.
Tabaksteuer auf E-Liquids – häufige Fragen
Wie hoch ist die Tabaksteuer auf Liquids 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Steuer auf Substitute für Tabakwaren 0,32 Euro je Milliliter.
Wie viel Tabaksteuer fällt auf 10 ml Liquid an?
Bei einem Steuersatz von 0,32 Euro pro Milliliter entfallen auf 10 ml eines steuerpflichtigen E-Liquids 3,20 Euro Tabaksteuer.
Werden auch nikotinfreie Liquids besteuert?
Ja. Die Besteuerung als Substitut für Tabakwaren ist nicht ausschließlich an Nikotin gebunden. Auch nikotinfreie E-Zigaretten-Flüssigkeiten können steuerpflichtig sein.
Werden Aromen für E-Zigaretten besteuert?
Aromen können als Substitute für Tabakwaren steuerpflichtig sein, wenn sie entsprechend als Mischkomponente für E-Zigaretten bestimmt sind. Bei der Einordnung spielt die konkrete Zweckbestimmung des Produkts eine wichtige Rolle.
Wie hoch ist die Steuer auf einen Liter Base?
Ist die Base aufgrund ihrer Zweckbestimmung als Substitut für Tabakwaren steuerpflichtig, beträgt die reine Tabaksteuer seit 2026 bei 1.000 ml 320 Euro.
Hängt die Liquidsteuer von der Nikotinstärke ab?
Nein. Die Steuer auf Substitute für Tabakwaren wird nach dem steuerpflichtigen Flüssigkeitsvolumen berechnet. Ob ein Liquid beispielsweise nikotinfrei ist oder Nikotin enthält, verändert den Steuersatz je Milliliter nicht.
Wird die Liquidsteuer nach 2026 noch weiter erhöht?
Der mit dem Tabaksteuermodernisierungsgesetz beschlossene Stufenplan sieht ab dem 1. Januar 2026 einen Steuersatz von 0,32 Euro je Milliliter vor. Eine weitere automatische Erhöhungsstufe nach diesem bisherigen Stufenplan ist nicht vorgesehen. Künftige Gesetzesänderungen sind davon unabhängig möglich.
Tabaksteuer auf E-Liquids 2026 – das Wichtigste auf einen Blick
Die Steuer auf Substitute für Tabakwaren wurde 2022 eingeführt und anschließend schrittweise erhöht. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt sie 0,32 Euro je Milliliter.
Damit entfallen beispielsweise auf 10 ml eines steuerpflichtigen E-Liquids 3,20 Euro und auf 100 ml 32 Euro reine Tabaksteuer. Ob ein Produkt tatsächlich als Substitut für Tabakwaren steuerpflichtig ist, richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und insbesondere bei bestimmten Mischkomponenten nach ihrer Zweckbestimmung.