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Airflow – Luftzufuhr bei E-Zigaretten einfach erklärt
Die Airflow einer E-Zigarette bezeichnet die Luftführung beziehungsweise Luftzufuhr des Verdampfers. Sie bestimmt mit, wie viel Luft beim Ziehen durch das Gerät strömen kann und auf welchem Weg diese Luft zur Coil gelangt. Dadurch hat die Airflow einen wesentlichen Einfluss auf Zugwiderstand, Zugverhalten, Kühlung und die Charakteristik des erzeugten Aerosols. Bei vielen Verdampfern lässt sich die Luftzufuhr individuell einstellen.
Je weiter die Luftzufuhr geöffnet ist, desto mehr Luft kann grundsätzlich durch einen dafür ausgelegten Verdampfer strömen. Eine stärker geschlossene Airflow erzeugt meist einen strafferen Zug. Wie groß der tatsächliche Unterschied ausfällt, hängt jedoch vom gesamten Luftweg des Geräts ab – nicht nur von der sichtbaren Airflow-Öffnung.
Was ist die Airflow bei einer E-Zigarette?
Der englische Begriff Airflow bedeutet Luftstrom. Bei einer E-Zigarette beschreibt er den Weg, den die angesaugte Luft durch Verdampfer beziehungsweise Pod bis zum Mundstück zurücklegt.
Beim Ziehen gelangt Umgebungsluft durch eine oder mehrere Lufteinlassöffnungen in das Gerät. Anschließend wird sie zur Coil beziehungsweise Verdampferkammer geführt und gelangt zusammen mit dem erzeugten Aerosol durch den Luftkanal und das Mundstück zum Nutzer.
Die Konstruktion dieses Luftwegs beeinflusst, ob sich ein Verdampfer beispielsweise sehr straff, moderat oder besonders offen ziehen lässt. Die Airflow ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Verdampferdesigns.
Wie funktioniert eine einstellbare Airflow?
Viele Verdampfer besitzen eine sogenannte Airflow Control (AFC). Damit kann die Größe der verfügbaren Lufteinlässe verändert werden.
Bei klassischen Tankverdampfern erfolgt dies beispielsweise über einen drehbaren Airflow-Ring. Andere Systeme verwenden Schieber, einzelne Luftöffnungen oder austauschbare beziehungsweise unterschiedlich große Luftführungen. Bei Pod-Systemen kann die Einstellung wiederum direkt am Gerät oder über die Position des eingesetzten Pods erfolgen.
Airflow weiter geöffnet
Eine größere Öffnung kann mehr Luftdurchsatz ermöglichen und führt bei einem entsprechend konstruierten Verdampfer meist zu einem offeneren Zug.
Airflow stärker geschlossen
Wird die verfügbare Öffnung verkleinert, steigt typischerweise der wahrgenommene Zugwiderstand. Der Zug fühlt sich dadurch straffer an.
Selbst eine vollständig geöffnete Airflow macht einen konstruktiv engen MTL-Verdampfer nicht automatisch zu einem offenen DL-Verdampfer. Auch Luftkanäle, Coil, Verdampferkammer und Mundstück begrenzen beziehungsweise beeinflussen den Luftstrom.
Airflow bei MTL, RDL und DL
Die Begriffe MTL, RDL und DL beschreiben unterschiedliche Zug- beziehungsweise Inhalationsarten. Die Auslegung der Airflow spielt dabei eine wichtige Rolle, definiert die Zugart aber nicht allein.
| Zugart | Typische Luftführung | Zuggefühl |
|---|---|---|
| MTL | Vergleichsweise begrenzter Luftstrom | Straffer Zug |
| RDL | Moderater bis größerer Luftstrom | Direkter, aber noch eingeschränkter Lungenzug |
| DL | Vergleichsweise großer Luftstrom | Offener direkter Lungenzug |
MTL bedeutet Mouth to Lung: Das Aerosol wird zunächst in den Mund und anschließend inhaliert. Beim Direct Lung (DL) erfolgt die Inhalation direkt. Restricted Direct Lung (RDL) beschreibt einen direkteren Zug mit stärkerer Begrenzung des Luftstroms als bei einem sehr offenen DL-Setup.
Weder Widerstand noch Wattzahl oder Airflow-Öffnung allein bestimmen die Zugart. Coil, Leistung, Luftführung, Verdampferkammer und Mundstück arbeiten als Gesamtsystem zusammen.
Was ist Bottom Airflow?
Bei einer Bottom Airflow befinden sich die Lufteinlässe beziehungsweise wesentliche Teile der Luftführung im unteren Bereich des Verdampfers. Die angesaugte Luft wird von dort in Richtung Coil geleitet.
Wie direkt die Coil dabei von unten angeströmt wird, hängt von der konkreten Konstruktion ab. Bei manchen Verdampfern trifft die Luft unmittelbar von unten auf die Wicklung, bei anderen wird sie über zusätzliche Kanäle oder Düsen geführt.
Deshalb lässt sich aus der Bezeichnung „Bottom Airflow“ allein nicht ableiten, wie ein Verdampfer schmeckt oder wie offen sein Zugverhalten ist.
Was ist Top Airflow?
Bei einer Top Airflow gelangt die Luft zunächst über Öffnungen im oberen Bereich des Verdampfers in das System. Interne Luftkanäle führen sie anschließend zur Coil.
Da die äußeren Lufteinlässe höher angeordnet sind, können bestimmte Top-Airflow-Konstruktionen gegenüber manchen Bottom-Airflow-Systemen weniger anfällig dafür sein, dass Liquid unmittelbar durch die äußeren Airflow-Öffnungen austritt.
Ob ein Verdampfer Liquid verliert, hängt unter anderem von seiner Konstruktion, Dichtungen, Coil beziehungsweise Bewattung, Befüllung und Nutzung ab. Die Position der Airflow ist nur einer von mehreren Faktoren.
Side Airflow und andere Luftführungen
Neben Top- und Bottom-Airflow existieren zahlreiche weitere Konstruktionen. Bei einer Side Airflow wird die Coil beispielsweise seitlich angeströmt.
Selbstwickelverdampfer können darüber hinaus komplexe Luftführungen mit mehreren Öffnungen, Düsen oder Luftkanälen besitzen. Teilweise wird die Coil gleichzeitig von verschiedenen Seiten angeströmt.
Begriffe wie Top, Bottom oder Side Airflow beschreiben deshalb zunächst die konstruktive Luftführung. Sie sind kein verlässliches Qualitätsmerkmal und erlauben für sich genommen keine Aussage darüber, welcher Verdampfer „besser“ schmeckt.
Wie beeinflusst die Airflow den Zugwiderstand?
Der Zugwiderstand beschreibt vereinfacht, wie straff oder offen sich das Ziehen an einer E-Zigarette anfühlt. Die Airflow Control kann diesen Widerstand innerhalb des konstruktiv vorgesehenen Bereichs verändern.
Eine kleinere Öffnung begrenzt den Luftdurchsatz stärker. Eine größere Öffnung reduziert diese Begrenzung. Der tatsächliche Zugwiderstand entsteht allerdings entlang des gesamten Luftwegs.
Die engste beziehungsweise strömungsbegrenzende Stelle im System kann den maximal möglichen Luftdurchsatz wesentlich mitbestimmen.
Wie beeinflusst die Airflow die Temperatur?
Die vorbeiströmende Luft trägt zur Kühlung im Bereich der Coil und des erzeugten Aerosols bei. Wird bei ansonsten vergleichbarem Setup mehr Luft zugeführt, kann sich das Zuggefühl dadurch kühler verändern.
Die wahrgenommene Temperatur hängt jedoch nicht nur von der Airflow ab. Leistung, Coil, Zugdauer, Verdampferkammer, Luftweg und Mundstück spielen ebenfalls eine Rolle.
Deshalb sollte eine Airflow-Einstellung immer im Zusammenhang mit dem gesamten Setup betrachtet werden.
Beeinflusst die Airflow den Geschmack?
Die Luftführung kann die Wahrnehmung eines Liquids beeinflussen, weil sie unter anderem Luftmenge, Strömung an der Coil und Aerosoltemperatur mitbestimmt. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine bestimmte Airflow-Position oder eine möglichst kleine Luftöffnung automatisch intensiveren Geschmack erzeugt.
Auch Coil, Leistung, Liquid, Verdampferkammer, Zugtechnik und Mundstück beeinflussen die Wahrnehmung. Unterschiedliche Airflow-Einstellungen können deshalb mit demselben Verdampfer unterschiedlich empfunden werden.
Eine sehr weit geschlossene Airflow kann das Zugverhalten und die Temperatur deutlich verändern. Die sinnvollste Einstellung ist diejenige, die zum Verdampfer, zur Coil und zum gewünschten Zugverhalten passt.
Beeinflusst die Airflow die Dampfentwicklung?
Die sichtbare Aerosolmenge wird nicht allein durch die Airflow bestimmt. Einen großen Einfluss haben beispielsweise Leistung, Coil, Liquidnachfluss, Zugdauer und die Zusammensetzung des Liquids.
Offene DL-Systeme sind häufig als Gesamtkonzept auf einen höheren Luftdurchsatz und eine größere Aerosolmenge ausgelegt. Daraus sollte jedoch nicht abgeleitet werden, dass das bloße Öffnen einer Airflow automatisch mehr Aerosol erzeugt.
Airflow und Drip Tip – warum beides zusammengehört
Das Drip Tip bildet den letzten Abschnitt des Luftwegs. Ein Mundstück mit engem inneren Luftkanal kann den Luftstrom zusätzlich begrenzen, selbst wenn die eigentliche Airflow des Verdampfers weit geöffnet ist.
Umgekehrt macht ein breites Mundstück einen konstruktiv straffen Verdampfer nicht automatisch offener. Airflow und Drip Tip sollten deshalb als Bestandteile desselben Luftwegs betrachtet werden.
Airflow bei Pod-Systemen
Auch Pod-Systeme besitzen eine definierte Luftführung. Je nach Gerät ist diese fest vorgegeben oder einstellbar.
Bei manchen Geräten lässt sich der Luftstrom über einen Schieber regulieren. Andere Pods können je nach Ausrichtung unterschiedliche Luftwege nutzen. Wieder andere Systeme besitzen eine vollständig festgelegte Airflow.
Zusätzlich können verschiedene kompatible Pods oder Coils eines Systems unterschiedlich ausgelegt sein. Deshalb sollte auch bei Pod-Systemen die vorgesehene Kombination aus Gerät, Pod und Coil berücksichtigt werden.
Bei Mc Smoker finden Sie Pod-Systeme für unterschiedliche Zugarten und Anforderungen.
Pod-Systeme ansehenWarum pfeift oder rauscht die Airflow?
Strömende Luft erzeugt Geräusche. Je nach Form und Größe der Öffnungen können dabei Rauschen, Pfeifen oder andere Strömungsgeräusche entstehen.
Ein Pfeifen kann beispielsweise nur bei bestimmten Airflow-Stellungen auftreten, wenn die Luft durch eine teilweise geschlossene Öffnung strömt. Auch Kondensat oder Verunreinigungen im Luftweg können das Geräusch verändern.
Ein gewisses Strömungsgeräusch ist bei E-Zigaretten normal. Verändert sich das Geräusch plötzlich deutlich, kann es sinnvoll sein, Airflow und Luftkanäle auf Kondensat oder andere Auffälligkeiten zu kontrollieren.
Warum befindet sich Liquid in der Airflow?
Feuchtigkeit an der Airflow muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Tank undicht ist. Im Luftweg kann sich während der Nutzung Kondensat bilden, das sich an verschiedenen Stellen des Verdampfers sammeln kann.
Größere Mengen E-Liquid im Luftkanal können jedoch auch auf andere Ursachen hinweisen – beispielsweise Probleme mit Coil, Liquidversorgung, Dichtungen, Bewattung oder Montage, abhängig vom jeweiligen Verdampfersystem.
Prüfen Sie den Verdampfer beziehungsweise Pod auf korrekten Sitz, beschädigte Dichtungen und die vom Hersteller vorgesehenen Komponenten. Bei Selbstwickelverdampfern sollte zusätzlich die Bewattung kontrolliert werden.
Wie stelle ich die Airflow richtig ein?
Eine universell „richtige“ Airflow-Einstellung gibt es nicht. Sie richtet sich nach dem verwendeten Verdampfer und dem gewünschten Zugverhalten.
- Verwenden Sie das Gerät innerhalb der vom Hersteller vorgesehenen Konfiguration.
- Für einen strafferen Zug kann die Airflow innerhalb des vorgesehenen Einstellbereichs schrittweise geschlossen werden.
- Für einen offeneren Zug kann die Airflow entsprechend weiter geöffnet werden.
- Achten Sie darauf, wie sich Zugwiderstand und Temperatur verändern.
- Erzwingen Sie mit der Airflow keine Zugart, für die der Verdampfer beziehungsweise die verwendete Coil nicht vorgesehen ist.
Häufige Fragen zur Airflow
Was bedeutet Airflow bei einer E-Zigarette?
Airflow bezeichnet die Luftführung beziehungsweise den Luftstrom durch die E-Zigarette. Sie beeinflusst unter anderem den Zugwiderstand und die Anströmung der Coil.
Was bedeutet Airflow Control?
Airflow Control, kurz AFC, bezeichnet eine Einstellmöglichkeit, mit der die verfügbare Luftzufuhr eines Verdampfers verändert werden kann.
Was passiert, wenn ich die Airflow schließe?
Wird die Airflow innerhalb ihres vorgesehenen Einstellbereichs weiter geschlossen, wird der Luftstrom stärker begrenzt und der Zug fühlt sich meist straffer an. Vollständig geschlossene Lufteinlässe sind nicht bei jedem System für den normalen Betrieb vorgesehen.
Was passiert bei einer offenen Airflow?
Eine weiter geöffnete Airflow ermöglicht grundsätzlich einen größeren Luftdurchsatz, sofern die übrige Konstruktion des Verdampfers diesen zulässt. Der Zug wird dadurch typischerweise offener.
Ist eine geschlossene Airflow besser für den Geschmack?
Nicht grundsätzlich. Die Airflow kann die Geschmackswahrnehmung beeinflussen, aber eine kleinere Öffnung bedeutet nicht automatisch intensiveren oder besseren Geschmack. Das Ergebnis hängt vom gesamten Setup ab.
Was ist besser – Top Airflow oder Bottom Airflow?
Keine der beiden Konstruktionen ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist, wie die gesamte Luftführung des jeweiligen Verdampfers umgesetzt wurde und welche Eigenschaften gewünscht sind.
Ist Top Airflow auslaufsicher?
Nicht automatisch. Die höhere Position der äußeren Lufteinlässe kann bei bestimmten Konstruktionen Vorteile hinsichtlich austretenden Liquids bieten. Undichtigkeiten können jedoch weiterhin aus verschiedenen Gründen auftreten.
Bestimmt die Airflow, ob ich MTL oder DL dampfe?
Sie ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Konstruktion des Verdampfers, Coil, Luftkanäle, Leistung und Mundstück müssen gemeinsam für die jeweilige Zugart geeignet sein.
Warum pfeift meine Airflow?
Pfeifgeräusche können durch die Strömung der Luft an bestimmten Öffnungen entstehen und beispielsweise von der Airflow-Stellung abhängen. Auch Kondensat oder Ablagerungen im Luftweg können die Geräuschentwicklung beeinflussen.
Warum ist Liquid in der Airflow?
Kleine Mengen können durch Kondensat entstehen. Größere Mengen können je nach System unter anderem mit Coil, Bewattung, Dichtungen, Befüllung oder Montage zusammenhängen und sollten überprüft werden.
Straff für MTL, eingeschränkt direkt für RDL oder offen für DL: Die passende Luftführung entsteht aus dem Zusammenspiel des gesamten Verdampfers – nicht allein durch die Stellung des Airflow-Reglers.
