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E-Liquid Inhaltsstoffe – was ist eigentlich im Liquid enthalten?

Was ist eigentlich in einem E-Liquid enthalten? Die Zusammensetzung ist meist überschaubar: Zu den typischen Bestandteilen gehören Propylenglykol (PG), pflanzliches Glycerin (VG), Aromastoffe und – bei nikotinhaltigen Liquids – Nikotin. Je nach Rezeptur können weitere Bestandteile hinzukommen.

Welche Inhaltsstoffe tatsächlich enthalten sind und in welchem Verhältnis sie eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die Angaben des Herstellers.

Kurz erklärt:
Die Basis vieler E-Liquids besteht überwiegend aus PG und VG. Hinzu kommen Aromastoffe und gegebenenfalls Nikotin. Diese Mischung wird in der E-Zigarette erhitzt und bildet ein inhalierbares Aerosol.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von E-Liquid

Die genaue Rezeptur unterscheidet sich je nach Hersteller und Produkt. Vier Bestandteile begegnen Ihnen bei E-Liquids jedoch besonders häufig:

BestandteilTypische Funktion im Liquid
Propylenglykol (PG) Basisbestandteil und häufig Träger für Aromastoffe
Pflanzliches Glycerin (VG) Basisbestandteil, beeinflusst Viskosität und Aerosolbildung
Aromastoffe Bestimmen das Geschmacksprofil des Liquids
Nikotin Optionaler Bestandteil nikotinhaltiger Liquids

1. Propylenglykol (PG)

Propylenglykol, kurz PG, ist eine klare, nahezu farblose Flüssigkeit und ein wichtiger Basisbestandteil vieler E-Liquids. PG besitzt eine vergleichsweise niedrige Viskosität und ist damit deutlich dünnflüssiger als VG.

In E-Liquids wird PG unter anderem als Träger für Aromastoffe eingesetzt. Der PG-Anteil beeinflusst außerdem die Viskosität des fertigen Liquids und damit dessen Verhalten im Verdampfersystem.

Ein höherer PG-Anteil kann auch die Wahrnehmung im Hals beeinflussen. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt jedoch zusätzlich von Faktoren wie Nikotinstärke, Nikotinform, Aroma, Gerät und persönlichem Empfinden ab.

Wichtig zur Sicherheit:
Die Verwendung eines Stoffes in Lebensmitteln oder anderen Produkten bedeutet nicht automatisch, dass seine Inhalation unter allen Bedingungen unbedenklich ist. E-Zigaretten und deren Aerosol sind nicht risikofrei.

2. Pflanzliches Glycerin (VG)

VG steht für Vegetable Glycerin beziehungsweise pflanzliches Glycerin. Es ist ebenfalls eine klare Flüssigkeit, besitzt jedoch eine wesentlich höhere Viskosität als PG.

VG ist ein wichtiger Bestandteil für die Bildung des sichtbaren Aerosols. Liquids mit einem hohen VG-Anteil sind in der Regel zähflüssiger und werden häufig in Verdampfersystemen verwendet, deren Liquidversorgung auf diese Viskosität ausgelegt ist.

Wie viel sichtbares Aerosol tatsächlich entsteht, hängt allerdings nicht nur vom VG-Anteil ab. Auch Coil, Leistung, Luftzufuhr, Temperatur und Zugverhalten spielen eine wichtige Rolle.

PG oder VG?
Beide Stoffe erfüllen unterschiedliche Funktionen innerhalb einer Liquidrezeptur. Das Verhältnis zwischen PG und VG sollte zum verwendeten Pod beziehungsweise Verdampferkopf passen.

3. Aromastoffe

Aromastoffe bestimmen das Geschmacksprofil eines E-Liquids. Sie ermöglichen eine große Bandbreite unterschiedlicher Geschmacksrichtungen – beispielsweise Frucht, Tabak, Minze, Menthol, Dessert, Getränke oder komplexe Kombinationen.

Welche Aromastoffe eingesetzt werden, hängt von der jeweiligen Rezeptur ab. Auch die Konzentration und Kombination verschiedener Aromakomponenten kann sich deutlich unterscheiden.

Die Wahrnehmung eines Aromas wird außerdem durch das verwendete Verdampfersystem beeinflusst. Dasselbe Liquid kann deshalb in unterschiedlichen E-Zigaretten geschmacklich unterschiedlich wahrgenommen werden.

Aromakonzentrat und E-Liquid nicht verwechseln:
Ein Aroma zum Selbstmischen ist nicht automatisch ein gebrauchsfertiges E-Liquid. Aromakonzentrate müssen entsprechend den Herstellerangaben verdünnt beziehungsweise mit den vorgesehenen Komponenten gemischt werden und sollten nicht pur gedampft werden.

4. Nikotin

Nikotin ist ein optionaler Bestandteil von E-Liquids. Es gibt sowohl nikotinhaltige als auch nikotinfreie Produkte.

Bei nikotinhaltigen Liquids wird die Konzentration üblicherweise in Milligramm pro Milliliter (mg/ml) angegeben. Eine Angabe von 10 mg/ml bedeutet beispielsweise, dass ein Milliliter Liquid 10 Milligramm Nikotin enthält.

Neben klassischem Nikotin, häufig als Freebase-Nikotin bezeichnet, werden auch Nikotinsalze verwendet. Diese können sich hinsichtlich ihrer Formulierung und sensorischen Wahrnehmung von klassischen Freebase-Liquids unterscheiden.

Nikotin macht abhängig:
Nikotin besitzt ein Abhängigkeitspotenzial. Die angegebene Konzentration in mg/ml beschreibt den Nikotingehalt des Liquids und nicht die Nikotinmenge, die beim Dampfen tatsächlich vom Körper aufgenommen wird.

Enthält jedes E-Liquid Nikotin?

Nein. E-Liquids können sowohl mit als auch ohne Nikotin angeboten werden. Nikotin ist somit kein notwendiger Bestandteil eines E-Liquids.

Bei Produkten zum Selbstmischen, beispielsweise bestimmten Longfills oder Shortfills, kann Nikotin je nach Produktkonzept über einen geeigneten Nikotinshot hinzugefügt werden.

Welche Nikotinstärke sinnvoll ist, lässt sich nicht allein anhand des Liquids bestimmen. Gerät, Zugart, Liquidverbrauch und individuelles Nutzungsverhalten spielen ebenfalls eine Rolle.

Können E-Liquids weitere Inhaltsstoffe enthalten?

Ja. Die Zusammensetzung eines E-Liquids ist nicht grundsätzlich auf PG, VG, Aroma und Nikotin beschränkt.

Je nach Rezeptur können beispielsweise geringe Mengen weiterer Bestandteile enthalten sein. Welche Stoffe konkret verwendet werden, sollte den jeweiligen Produktinformationen entnommen werden.

Je nach Produkt können beispielsweise vorkommen:
  • Wasser,
  • Ethanol,
  • Säuren als Bestandteil bestimmter Nikotinsalzformulierungen sowie
  • weitere für die jeweilige Rezeptur verwendete Bestandteile.

Deshalb sollte die konkrete Zusammensetzung immer produktspezifisch betrachtet werden. Aussagen wie „E-Liquid besteht grundsätzlich nur aus vier Stoffen“ wären zu pauschal.

Was ist nicht automatisch Bestandteil eines E-Liquids?

Rund um E-Zigaretten entstehen häufig Missverständnisse darüber, welche Stoffe sich eigentlich in einem Liquid befinden. Beispielsweise enthält nicht jedes Liquid Nikotin und nicht jedes Produkt besitzt dieselbe Zusammensetzung.

Ebenso sollte zwischen Inhaltsstoffen des Liquids und Stoffen im entstehenden Aerosol unterschieden werden. Beim Erhitzen können chemische Prozesse stattfinden, weshalb die Zusammensetzung des inhalierten Aerosols nicht einfach mit der Zutatenliste der Flüssigkeit gleichgesetzt werden kann.

Liquid und Aerosol sind nicht dasselbe.

Die Inhaltsstoffe auf dem Produkt beschreiben die Flüssigkeit vor dem Erhitzen. Beim Dampfen wird daraus ein Aerosol, dessen Zusammensetzung zusätzlich von Gerät und Betriebsbedingungen beeinflusst werden kann.

Ist der „Dampf“ einer E-Zigarette nur Wasserdampf?

Nein. Der umgangssprachliche Begriff „Dampf“ ist beim Dampfen zwar weit verbreitet, technisch handelt es sich bei dem inhalierten Gemisch jedoch um ein Aerosol.

Dieses Aerosol entsteht, wenn das Liquid im Verdampfer erhitzt wird. Es besteht nicht einfach nur aus Wasser und sollte deshalb nicht mit gewöhnlichem Wasserdampf gleichgesetzt werden.

Sind E-Liquid Inhaltsstoffe harmlos?

Aus einer vergleichsweise kurzen Zutatenliste lässt sich nicht ableiten, dass die Inhalation eines E-Liquids beziehungsweise seines Aerosols harmlos ist.

Entscheidend ist nicht nur, welche Stoffe in der Flüssigkeit enthalten sind. Auch Konzentration, Erhitzung, Gerät, Leistung und Nutzungsverhalten können beeinflussen, welchen Stoffen ein Nutzer beim Dampfen ausgesetzt ist.

Wichtig:
E-Zigaretten sind nicht risikofrei. Insbesondere sollte die Eignung eines Stoffes zum Essen oder Trinken nicht mit seiner Eignung zur Inhalation gleichgesetzt werden.

Worauf sollte man bei E-Liquids achten?

Verwenden Sie Liquids, die ausdrücklich für die Verwendung in geeigneten E-Zigaretten vorgesehen sind, und beachten Sie die Produkt- und Herstellerinformationen.

Achten Sie unter anderem auf:
  • eine nachvollziehbare Produktkennzeichnung,
  • die angegebene Nikotinstärke,
  • das PG/VG-Verhältnis,
  • Hinweise zur Verwendung und Lagerung sowie
  • die Eignung des Liquids für das verwendete Verdampfersystem.

Verwenden Sie keine beliebigen Öle, ätherischen Öle oder sonstigen Flüssigkeiten in einer E-Zigarette, nur weil diese als Lebensmittel, Duftstoff oder für einen anderen Anwendungszweck angeboten werden.

E-Liquid Inhaltsstoffe – das Wichtigste auf einen Blick

PG Dünnflüssiger Basisbestandteil und häufig Träger für Aromastoffe
VG Zähflüssiger Basisbestandteil und wichtiger Faktor bei der Aerosolbildung
Aromen Bestimmen das Geschmacksprofil
Nikotin Optional; nikotinhaltige und nikotinfreie Liquids erhältlich
Weitere Bestandteile Je nach Rezeptur möglich
Aerosol Nicht mit der ursprünglichen Flüssigkeit oder reinem Wasserdampf gleichzusetzen
Wissen, was im Liquid steckt
PG, VG, Aromen und gegebenenfalls Nikotin bilden die Grundlage vieler E-Liquids. Die genaue Zusammensetzung kann jedoch von Produkt zu Produkt variieren – deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die Herstellerangaben.